
Guten Morgen, liebe Welt…

… brauchst gar nicht so laut nach mir rufen, ich bin ja schon da 🙂

und sehe den ersten Stehpaddler. Auch auf Pink, der Arme 😉

Nach dem Frühstück paddele ich los: von Verbania Suna aus zuerst ein Stück schräg nach rechts, um in Ruhe den Fährverkehr um die Isola Madre zu beobachten.

Dann peile ich die Insel an, um die ich herumpaddeln möchte. Sieht so nah aus und dauert doch länger als vermutet.
Da ich das Geschehen noch nicht völlig durchschaut habe, paddele ich auch immer wieder ziemliche Umwege, um nicht oder wenigstens nur kurz in der Spur der Fähren zu sein, die das kleine Eiland aus verschiedenen Richtungen anfahren und wieder verlassen.

Als ich um die Insel herum und in einem Abschnitt ohne Fährverkehr angekommen bin, paddele ich noch ein Stück in südöstliche Richtung und gelange zu der hier nach 3 Seiten offene Stelle des Lago, wo gerade ein amtlicher Wellengang herrscht; es fühlt sich an wie auf dem offenen Meer.

Oh, ich liebe das und hüpfe und gleite abwechselnd durch die Wellen. Mein Körper scheint genau für solche Sachen gemacht zu sein, es fühlt sich absolut fantastisch an. Hier habe ich zum ersten Mal das Gefühl, mit dem Paddel über ein drittes Bein zu verfügen. Und so lange das im Wasser ist, bin ich sicher wie in Abrahams Schoß.
Nach einer Weile bemerke ich ein Motorboot, das rasant auf mich zusteuert. Ich ändere den Kurs und das Motorboot ebenfalls und fährt immer noch auf mich zu. So geht das 2-3 mal und je näher es kommt, umso mulmiger wird mir.
Endlich erkenne ich, dass es sich um die Wasserschutzpolizei handelt. Ich höre auf zu paddeln, setze mich aufs Board und warte, bis sie bei mir sind. Ich winke Ihnen freundlich zu und schaue in zwei leicht verwirrte Gesichter. “Do you have a Problem?” rufen sie zu mir herüber. “No, I have fun!” rufe ich zurück. Und schicke vorsichtshalber noch ein “Mille Grazie!” hinterher. Sie gucken etwas konsterniert.
Die wollten mich aus Seenot retten, während ich gerade den Spaß meines Lebens habe… ich frage mich, wie ich tatsächlich auf dem Board ausgesehen haben mag, während ich mich lässig durch die Wellen tanzend wähnte.
Dann rufen sie noch „Jacket?“ und ich zeige geistesgegenwärtig auf mein Drybag, in dem natürlich keine Weste ist. Mit eindeutigen Handbewegungen legen sie mir nahe, die Weste anzulegen. Ich nicke und zeige mit schmerzverzerrtem Gesicht auf meine Achseln: „it is too tight“ während ich innerlich bete, dass sie mir das durchgehen lassen. Etwas unschlüssig lassen sie es schließlich gut sein und drehen winkend ab.

Man kann hier fast überall anlanden und findet eine „Parkmöglichkeit“ für das Board. Das ist toll und hatte ich so nicht erwartet.


Pausen sind mir allerdings – genau wie während meiner allerersten Motorradreise – noch fast lästig. Ich will paddeln 🙂
Tag 18 – Überlinger See
Heute werde ich ein letztes Mal auf dem Bodensee herumpaddeln, denn morgen geht es wieder nach Hause. Das Wetter spielt … weiterlesen
Tag 17 – Damüls
Das rechte Handgelenk zwickt, vielleicht habe ich es gestern mit dem Race-Style ein bisschen übertrieben. Wer schon einmal an einer … weiterlesen
Tag 16 – Stechpaddeln
Gestern war ein guter Tag, was auch daran liegen könnte, dass es für mich zur Zeit überall ok ist, wo … weiterlesen
Tag 15 – Insel Lindau
So, der Regen ist durch, aber von „sommerlich warm“ trennen uns noch ein paar Grad. Ich packe die Long Jane … weiterlesen
Tag 14 – Äpfel plumpsen
Sonntag und der angekündigte Regen, bevor es hier am Bodensee noch einmal Sommer werden soll. Ich könnte den Tag lesend … weiterlesen
Tag 13, über den San Bernardino zurück an den Bodensee
Verbania, der Lago und das Hotel gefallen mir so gut, dass ich gerne noch ein paar Tage länger bleiben würde, … weiterlesen
Tag 12 – Wasserwandern im Naturreservat Fondo Toce
Heute möchte ich eigentlich eine große Runde am Ufer entlang der großen Bucht paddeln, an deren Anfang Verbania liegt. Mir … weiterlesen
Tag 11 – Kleine Inseln
Ein weiterer Tag auf dem Wasser. Sonnig. Warm. Wunderschön. Zunächst paddele ich Richtung Feriolo dann am Ufer entlang bis Baveno … weiterlesen
Tag 10 – Punto Panoramico
Komme spät in Gang heute. Als ich startklar bin: high noon. Nicht die ideale Zeit, um aufs Wasser zu gehen, … weiterlesen
Tag 9 – Erster Paddeltag auf dem Lago
Guten Morgen, liebe Welt… … brauchst gar nicht so laut nach mir rufen, ich bin ja schon da 🙂 und … weiterlesen
Tag 8 – Durch die Alpen zum Lago Maggiore
Die Fahrt durch die Alpen war heute ok, das Wetter so lala, weshalb ich es vorgezogen habe, hauptsächlich der A13 … weiterlesen
Tag 7 – Gasthaus Seeblick
Ein weiterer Regentag. Wie erwartet. Mein schöönes neues Mopped …seufz. Hier gibt es tatsächlich gerade keine Unterstellmöglichkeit und so prasselt … weiterlesen
Tag 6 – Regen
Es schifft und schifft und schifft.Laufe im strömenden Regen noch einmal auf die Wilhelmshöhe und von dort weiter durch die … weiterlesen
Tag 5 – Wilhelmshöhe, Meersburg
Das Wetter wird heute umschlagen, aber noch ist davon nichts zu sehen. Nach dem Frühstück spaziere ich hinauf zur „Wilhelmshöhe“. … weiterlesen
Tag 4 – Mainau, Litzlstetten
Heute ist es wieder weitgehend windstill. Ich finde eine lauschige kleine Einstiegsmöglichkeit in Litzelstetten: Von dort paddele ich zunächst um … weiterlesen
Tag 3 – DOWNWIND
Der „Windfinder“ ist eine praktische App nicht nur für Segler. Und kündigt für heute Windstärken über 50 km/h in Böen … weiterlesen
Tag 2, erster Paddeltag auf dem Bodensee
Entlang des Bodensees cruise ich ein paar Kilometer ab Hagnau in nordwestliche Richtung und pumpe das Board im Schatten der … weiterlesen
Tag 1, Köln – Hagenau
Auf dem neuen Reisepony fahren sich die über 500 km bis nach Hagnau erstaunlich locker. Mir hatte ein wenig vor … weiterlesen
Mit Motorrad SUP und Paddel unterwegs
Ammersee… Starnberger See… Chiemsee… WALCHENSEE… die bayerischen Seen waren in der letzten Woche meine Favoriten bzw. Eckpunkte der geplanten Paddelreise. … weiterlesen
Es geht wieder los (?)
Nichts ist für immer. Von Anfang an war klar, er wird kommen der Tag, da trennen sich unsere Wege. Und … weiterlesen
Ghost Town Cologne
Hallo liebe Mitreisende, die aktuelle Lage stellt gerade auch etwaige Reisepläne in Frage. Also mal sehen, wie sich alles weiter … weiterlesen